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VIACTIV weiter aktiv gegen Darmkrebs
Bochum: Jahr für Jahr werden in Deutschland rund 70.000 Menschen mit einer erschreckenden Diagnose konfrontiert – Darmkrebs.

Damit ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebsart – nahezu 27.000 Menschen versterben daran jährlich. „Diese hohe Zahl an Neuerkrankungen und Sterbefällen ist unnötig“, stellen Experten fest. „Wenn Darmkrebs frühzeitig erkannt und behandelt wird, sind die Heilungschancen sehr hoch.“

Einen gesetzlichen Anspruch auf Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchungen haben alle Versicherten ab einem Alter von 50 Jahren schon lange – zunächst durch einen Stuhltest, dann ab dem Alter von 55 Jahren durch die Darmspiegelung (Koloskopie). Ihr besonderer Vorteil: bösartige Tumore werden nicht nur früher erkannt, sondern auch verhindert, weil mögliche Vorstufen (Darmpolypen und Adenome) bereits bei der Untersuchung entfernt werden.

Jetzt gibt es einige Änderungen in der Richtlinie über die Früherkennung von Krebserkrankungen des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). So wird der bisher benutzte, 30 Jahre alte Stuhltest durch einen sehr viel effizienteren ersetzt. „Allerdings hat es einige Jahre gebraucht bis die Krebsfrüherkennungs-Richtlinien entsprechend geändert wurden“, stellt Reinhard Brücker, Vorstandsvorsitzender der VIACTIV Krankenkasse fest. „Bereits 2012 haben Betriebskrankenkassen – darunter auch die jetzige VIACTIV Krankenkasse – den neuen immunologischen Test im Rahmen ihres Aktionsbündnisses gegen Darmkrebs eingesetzt. Dass er jetzt endlich allen gesetzlich Krankenversicherten zur Verfügung steht, ist auch ein Erfolg der am Aktionsbündnis beteiligten Krankenkassen.“

Mittelpunkt der Kampagne des Aktionsbündnisses ist ein persönliches Informations- und Einladungsanschreiben an die teilnahmeberechtigten Versicherten. Auch dieses Vorgehen wird jetzt Bestandteil der Darmkrebs-Vorsorgestrategie.

„Die Darmkrebsvorsorge ist ein Beispiel dafür, dass es in unserem Gesundheitssystem manchmal etwas länger dauert, bis sinnvolle Veränderungen vorgenommen werden“, beklagt Reinhard Brücker die Schwerfälligkeit des Systems. „Aber am Ende zählt das Ergebnis. Einladungsschreiben und Versicherteninformationen sind mittlerweile mit allen Beteiligten abgestimmt und sollen demnächst eingesetzt werden.“

Die VIACTIV Krankenkasse wird zunächst weiterhin im Rahmen des Aktionsbündnisses gegen Darmkrebs monatlich ihre Versicherten anlässlich ihres 55. Geburtstages anschreiben, um sie über ihren Leistungsanspruch zu informieren und zur Teilnahme an einer Darmspiegelung einzuladen. Versicherte, die sich nicht zur Koloskopie entschließen können, sollten zumindest den alternativ angebotenen Stuhltest nutzen.

Informationen zum Thema Darmkrebs gibt es unter http://www.bkk-gegen-darmkrebs.de oder bei der kostenlosen medizinischen Beratungshotline der VIACTIV unter 0800 1405 5412 2090.

Bilanz des Aktionsbündnisses gegen Darmkrebs:
• Mehr als 160.000 Stuhltests wurden von Versicherten angefordert.
• Über 6000 Tests waren auffällig. Die Versicherten wurden zu einem Arztbesuch und weiterer Diagnostik durch eine Koloskopie aufgefordert.
• 311 Darmkrebsfälle und 2922 mögliche Krebsvorstufen wurden entdeckt.
• Aus rund 30 Prozent der Vorstufen entstehen bei Nichtbehandlung Karzinome. So wurden rechnerisch 876 Fälle vermieden

Gesetzlicher Anspruch Darmkrebs-Vorsorge:
• Anspruch auf jährliche Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung für Männer und Frauen ab 50 Jahren;
• Anspruch auf eine Koloskopie ab dem Alter von 55 Jahren; Anspruch auf eine weitere Koloskopie haben Versicherte 10 Jahre nach der ersten
• Versicherte ab dem Alter von 55 Jahren, die nicht an einer Koloskopie teilnehmen, haben Anspruch auf eine zweijährliche Durchführung eines Stuhltests.

Datum: 04.04.2017

Verantwortlich für diese Meldung:

VIACTIV Krankenkasse
Viactiv Krankenkasse
Universitätsstraße 43
44789 Bochum
Pressesprecher
Dietrich Hilje
Telefon: 02344792717
http://www.viactiv.de

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